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Der Tag der in der Werkstatt fehlte
Gut. Jetzt hab ich es also gestanden, dass ich ein grundehrliches Kerlchen bin. Und deshalb muss ich Euch lieben Ameisen jetzt auch verraten, dass wir nicht die "ganze" vergangene Woche in der Werkstatt verbrachten.
Mein Bruderherz hat mir 2 Karten für die Mörbischer Seefestspiele vermacht, weil er selber in Kallmütz als Anas in "Jesus Christ Superstar" auf der Bühne stand. Also schnappte ich Genoveval und Roo und fuhr mit ihnen ins Burgenland.
Einige Impressionen vergönne ich Euch hiermit. Abendstimmung

Roo ist hungrig

Schöne Architektur (find ich)

Das spielen sie, und dort saßen wir - übrigens ganz tolle Plätze, gleich neben dem Regiepult!!! Danke Walter!

Eine kleine Impression vom Bühnenbild (75.000 Glühlampen!!!)

Und auch Roo war restlos begeistert - von der Csardasfürstin!!!
 Zu kritisieren steht mir nicht zu. Ich gebe zu, dass ich eine klitze kleine Schwäche habe, für die Musik rund um Strauß und Söhne, Lehar, Kalman. Als Musiker kann ich sagen, dass die Musik heikel zu musizieren ist und oft in keinem Verhältnis zum Libretto steht. Im Falle der Csardasfürstin steht nichts im Verhältnis zu nichts.
Flaches Libretto, flache Handlung, flache Musik - dafür können die Intendanten, Dirigenten, Choreographen, Regisseure natürlich nichts. Und sie haben sich auch nicht weiter davon beeindrucken lassen, dass das Libretto die unendliche Dekadenz kurz vor dem Ausbruch des 1. WK nicht transportieren kann.
Die Inszenierung war absolut witzig. Ich hab selten so gelacht. (Auch wenn das offensichtliche Augenzwinkern - von den hinter uns sitzenden, extra aus Bayreuth angereisten deutschen Nachbarn - in der Inszenierung - nicht wahrgenommen werden konnte.) Die Choreographien waren mutig - eine Menge Ballett galt es auf der Rieseen-Bühne zu koordinieren, gesangliche Leistungen sehr gut. Und für alle Schauspieler, ob Hauptrollen, Statisten, Chor oder Ballett die Tapferkeits-Medaille.
Auch wenn ich im Zuschauerraum nicht eine Gelse surren hörte, im Lichtkegel der Scheinwerfen unten auf der Bühne tummelten sich abermillionen von den Viechern.
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genoveval, 08.08.02, 20:35
schön war's
sooooooo schön *seufz*
danke walter für die karten!
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genoveval, 08.08.02, 20:38
Frage am Rande!
Sag mal ist dir eigentlich schon mal aufgefallen, dass die liebe Roo immer nur Würstel isst und Bier trinkt?
Wir sollten ein bissl auf ihre Ernährung achten, meints nicht?
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mystagog, 08.08.02, 20:40
Naja,
ääääääähm.
Eigentlich - hast recht! Aber nach der Vorstellung hat sie eh Kaffee und Kuchen ghabt!
*ggg*
;-)))
m.
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Dreamingcat, 09.08.02, 19:05
ach die roo...
...bei der figur kann sie sich die paar würsteln ruhig leisten! *g*
mein lieblingsmusical, ich beneide euch regelrecht! naaa, früher oder später muß ich's mir nochmal ansehn...irgendwann...*träum* finde die musik sowas von stark!
love, dreamin'
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mystagog, 11.08.02, 15:38
hi cat! *freu*
Ja, hast recht, kann sie sich durchaus leisten, die liebe kleine Roo!!! ;-))) Mein Bruder läßt fragen, ob Du leicht JCSS gesehen hast in Kallmünz??? Wenn ich irgendwann mal so wirklich Zeit habe in den nächsten Tagen, werd ich mein Bruderherzerl als Hohenpriester da mal reinstellen.
Schaut voi oag aus. Nicht wieder zu erkennen, der kleine (lange) Feschak =))) m.
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Dreamingcat, 13.08.02, 14:45
kallmünz???
entschuldige mich für die ignoranz, aber was/wo is das? (kenn mich ja nicht allzu gut aus in Ö)
aber nein, ich hab es "dort" nicht gesehen...nur das musical immer wieder auf video...cd's und so. wirklich schön...
ja, stell ihn doch mal rein den bruder! *g*
glg
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mystagog, 13.08.02, 15:13
ich weiß auch nicht
wo Kallmünz genau ist - ich dachte in der Nähe von Meran???
oder nicht?
Aber ich frag den Herrn Bruder nochmal - nur der ist bei der Rettung, sehen, was er tun kann, nachdem ja St. Pölten Traisen aufwärts alles unter Wasser steht.
m.
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Dreamingcat, 13.08.02, 17:50
awo, awi, ächt??
bei meran? dann sollte ich mich vielleicht doppelt schämen hm!? *g* oder du fragst glatt nochmal besser beim herrn bruder nach...wünsche ihm viel erfolg bei der rettung!!
cat
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mystagog, 14.08.02, 14:59
Hi cat!
Also ich habe mich nochmal ein bisschen schlauer gemacht und weiß jetzt, dass "Kallmünz" der Name eines herrschaftlichen Hauses mitten in Meran ist. Und wie versprochen jetzt auch die Pics von meinem Herren Bruder: Hier mein Bruder am Tag nach seiner Ankunft aus Meran, wie er gerade meine Digicam entdeckt *ggg*

Mein Bruder, schon ein bisschen munterer beim "brunchen"

Und hier, im Kostüm
 Es grüßt lieb,
m.
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Dreamingcat, 14.08.02, 18:13
ach so, das is...
...was anderes! naja, kallmünz is mir zwar dann ächt nicht bekannt, aber wenigstens muß ich mir nicht mehr so ignorant vorkommen, da es sich ja nicht um einen ort oder so handelt (nachdem meran ja schon doch ziemlich in meiner nähe is...) *g*
netter herr bruder - im kostüm würde man ihn nicht mehr wieder erkennen! ;)
wenn's wieder mal eine der öffentlichkeit zugängliche vorführung in südtirol gibt werd ich da gern hinkommen... liebe grüße, cat
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senf, 12.08.02, 13:20
schöne Abendstimmung
komme über unart zu dir Regiiina
die abendstimmung gefällt mir sehr, scheinst recht verspielt zu sein und den geeigneten beruf zu haben. ;-) da ich bei dir lyrik sah, ein gedicht von W. Busch - nicht zu verwechseln mit Bush. Wie wohl ist dem, der dann und wann
Sich etwas Schönes dichten kann. Der Mensch, durchtrieben und gescheit,
Bemerkte schon zu alter Zeit,
Daß ihm hienieden allerlei
Verdrießlich und zuwider sei.
Die Freude flieht auf allen Wegen;
Der Ärger kommt uns gern entgegen.
Gar mancher schleicht betrübt umher;
Sein Knopfloch ist so öd und leer.
für manchen hat ein Mädchen Reiz,
Nur bleibt die Liebe seinerseits.
Doch gibt’s noch mehr Verdrießlichkeiten.
Zum Beispiel läßt sich nicht bestreiten:
Die Sorge, wie man Nahrung findet,
Ist häufig nicht so unbegründet.
Kommt einer dann und fragt: „Wie geht’s?“
Steht man gewöhnlich oder stets
Gewissermaßen peinlich da,
Indem man spricht: „Nun, so lala!“
Und nur der Heuchler lacht vergnüglich
Und gibt zur Antwort: „Ei, vorzüglich!“
Im Durchschnitt ist man kummervoll
Und weiß nicht, was man machen soll. - Nicht so der Dichter. Kaum mißfällt
Ihm diese altgebackne Welt,
So knetet er aus weicher Kleie
Für sich privatim eine neue
Und zieht als freier Musensohn
In die Poetendimension.
Die fünfte, da die vierte jetzt
Von Geistern ohnehin besetzt.
Hier ist es luftig, duftig schön,
Hier hat er nichts mehr auszustehn,
Hier aus dem mütterlichen Busen
Der ewig wohlgenährten Musen
Rinnt ihm der Stoff beständig neu
In seine saubre Molkerei.
Gleichwie die brave Bauernmutter.
Tagtäglich macht sie frische Butter.
Des Abends spät, des morgens frühe
Zupft sie am Hinterleib der Kühe
Mit kunstgeübten Handgelenken
Und trägt, was kommt, zu kühlen Schränken,
Wo bald ihr Finger, leicht gekrümmt,
Den fetten Rahm, der oben schwimmt,
Beiseite schöpft und so in Masse
Vereint im hohen Butterfasse.
Jetzt mit durchlöchertem Pistille
Bedrängt sie die geschmeidge Fülle.
Es kullert, bullert, quietscht und quatscht,
Wird auf und nieder durchgematscht,
Bis das geplagte Element
Vor Angst in Dick und Dünn sich trennt.
Dies ist der Augenblick der Wonne.
Sie hebt das Dicke aus der Tonne,
Legt’s in die Mulde, flach vom Holz,
Durchknetet es und drückt und rollt’s,
Und sieh, in frommen Händen hält se
Die wohlgeratne Butterwälze. So auch der Dichter. - Stillbeglückt
Hat er sich was zurechtgedrückt
Und fühlt sich nun in jeder Richtung
Befriedigt durch die eigne Dichtung. Doch guter Menschen Hauptbestreben
Ist, andern auch was abzugeben.
Dem Dichter, dem sein Fabrikat
Soviel Genuß bereitet hat,
Er sehnt sich sehr, er kann nicht ruhn,
Auch andern damit wohlzutun;
Und muß er sich auch recht bemühn,
Er sucht sich wen und findet ihn;
Und sträubt sich der vor solchen Freuden,
Er kann sein Glück mal nicht vermeiden.
Am Mittelknopfe seiner Weste
Hält ihn der Dichter dringen feste,
Führt ihn beiseit zum guten Zwecke
In eine lauschig stille Ecke,
Und schon erfolgt der Griff, der rasche,
Links in die warme Busentasche,
Und rauschend öffnen sich die Spalten
Des Manuskripts, die viel enthalten.
Die Lippe sprüht, das Auge leuchtet,
Des Lauschers Bart wird angefeuchtet,
Denn nah und warm, wie sanftes Flöten,
Ertönt die Stimme des Poeten. -
„Vortrefflich!“ ruft des Dichters Freund,
Dasselbe, was der Dichter meint;
Und, was er sicher weiß zu glauben,
Darf sich doch jeder wohl erlauben.
Wie schön, wenn dann, was er erdacht,
Empfunden und zurecht gemacht,
Wenn seines Geistes Kunstprodukt,
im Morgenblättchen abgedruckt,
Vom treuen Kolporteur geleitet,
Sich durch die ganze Stadt verbreitet:
Das Wasser kocht. - In jedem Hause,
Hervor aus stiller Schlummerklause,
Eilt neu gestärkt und neu gereinigt,
Froh grüßend, weil aufs neu geeinigt,
Hausvater, Mutter, Jüngling, Mädchen
Zum Frühkaffee mit frischen Brötchen.
Sie alle bitten nach der Reihe
Das Morgenblatt sich aus das neue,
und jeder stutzt und jeder spricht:
„Was für ein reizendes Gedicht!“
Durch die Lorgnetten, durch die Brillen,
Durch weit geöffnete Pupillen,
erst in den Kopf, dann in das Herz,
Dann kreuz und quer und niederwärts
Fließt’s und durchweicht das ganze Wesen
Von denen allen, die es lesen.
Nun lebt in Leib und Seel der Leute,
Umschlossen vom Bezirk der Häute
Und andern warmen Kleidungsstücken,
Der Dichter fort, um zu beglücken,
Bis daß er schließlich abgenützt,
Verklungen oder ausgeschwitzt. Ein schönes Los! Indessen doch
Das allerschönste blüht ihm noch.
Denn Laura, seine süße Qual,
Sein Himmelstraum, sein Ideal,
Die glühend ihm entgegenfliegt,
Besiegt in seinen Armen liegt,
Sie flüstert schmachtend inniglich:
„Göttlicher Mensch, ich schätze dich!
Und daß du so mein Herz gewannst,
Macht bloß, weil du so dichten kannst!“ Oh, wie beglückt ist doch ein Mann,
Wenn er Gedichte machen kann!
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mystagog, 13.08.02, 11:33
Sei willkommen, Senf!
Und danke für das schöne Einstandsgeschenk!
:-)))
m.
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Stehen wir im Schatten?
by schlampi (09.06.24, 20:17)
nunja man schlägt
und
treibt
sich so herum.
schlägt aus
und schlägt ein.
bis zum...
by mystagog (15.07.22, 00:44)
also hab ich mich gestern
erstmals seit beginn der pandemie, die jetzt ja so wunderbar...
by mystagog (23.03.22, 16:48)
gut dann probier ich das
mal selbst.
mich bei den kollegen als verdachtsfall melden.
der...
by mystagog (22.03.22, 16:51)
falls mich mal wer hören
möchte...
so hin und her gerissen zwischen zwei jobs ist...
by mystagog (15.03.22, 22:13)
ich bin leer
müde
erschöpft
und voller bangen...
by mystagog (08.03.22, 18:28)
zack! und da ist auch
schon märz.
wie man jetzt vielleicht schon herauslesen konnte: ich...
by mystagog (02.03.22, 21:38)
update ich bin seit heute
bebrillt :-)
nach dem kommentar von war mir ja schon...
by mystagog (28.02.22, 19:14)
also jetzt muss es ja
so sein, dass die wenigsten hier wissen, dass ich ein...
by mystagog (25.02.22, 19:45)
noch gar nicht derweil helfe
ich mir mit der brille von vor 20 jahren (zum...
by mystagog (24.02.22, 21:17)
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