...plauderseite
Mittwoch, 16. Juli 2003
Do bin i hea, do ghea i hi

Guten Morgen, liebe Ameisen und Gäste! :-)))
Nachdem Kohlehydrat sich gestern gewunschen hat, ich möge doch einen Greifvogel fotosieren, so Gott mir einen vorbeischickt, bin ich also mit der Cam bewaffnet ausgerückt. Greifvogel kam mir leider keiner unter, sorry. Aber ich hab einen Spaziergang gemacht, diesmal allein, nachdem ich mich vorgestern so geärgert habe und habe Euch ein paar Eindrücke davon mitgebracht.
Bitte bedenkt, dass die Bilder hier nur billiger Abklatsch von dem sein können, was mein Auge wirklich sieht. Gottes Farbkasten ist der einzig wahre.


Das hier sieht noch nicht so spektakulär aus. Es ist erst der Eingang in eine völlig andere Welt. Seit ich denken kann ist dies hier die Schwelle, um in ein Reich hinter der sinnlich wahrnehmbaren Welt zu gelangen, so man bereit ist, sich darauf einzulassen.

Der Weg schlängelt sich durch die Au, die glücklicherweise meinem Onkel gehört, der einigen Sinn für die Natur hat. Der Weg ist angenehm kühl und sehr, sehr belebt.
Dort wo einem der Weg ausspuckt, erblickt man den da:


Er ist mein bestester Freund. Er weiß alles. Einfach alles! :-)))

Einfach anschauen und darin versinken.
Er kann einem eine Geborgenheit geben, die man unter Menschen nicht findet.

Dann wanderte ich den Dammweg entlang und da kann man sich dann schon vorstellen, was einem erwartet, wenn man bereit ist, ein bisschen durch die Brennesseln zu waten:

Und dies ist der Platz, der so wunderbar zum Rasten einlädt. Hier kann ich sein, meinen Gedanken nachhängen, wenn ich will, oder mir einfach die Geschichten des Flusses anhören, der sogar bereit ist, meine Sorgen mitzunehmen, wenn ich sie ihm überlasse.

Also, habe ich weder Nesseln gescheut, noch nasse Hosenbeine, um Euch zu zeigen, wo ich einen Gutteil meiner Kindheit verbrachte.

Natürlich hat sich der Fluss im Laufe der Zeit oft verändert. Aber das ist ja das Schöne daran - altvertraut und doch immer neu.
Wie das Leben selbst!

Habt einen guten Tag!
mysti

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Dienstag, 15. Juli 2003
es kommt 1. immer anders, 2.

...als man denkt.
Alt.
Aber wahr.

Nämlich.
Gestern nach dem essen leierte sich so ein richtig gemütlicher Nachmittag an. Mit Hängematte im Garten abhängen, lesen, dösen, schreiben, schwitzen, Wasser trinken - zwei gute Nachmittagszigaretten dazu.

Zuerst zerschnitt eine kreischende Trennscheibe die nachmittägliche Ruhe und dann ein Anruf:
"Foah zu uns hoam."
???
Ahja. Mein Onkel.
"I hob grod in Opa vom Ocka weg ins Spitoi fiahn lossn."
"Jessas. Wieso?"
"Woahscheinli a Schlagl. Owa du muaßt ausse foahn unds denan Mentschan sogn. Und waun weidas nix is und ea glei wieda hoamkimmt, deaf a ma ned aum Ocka nochefoahn."

Ok.
In der Mittagshitze kühlen Kopf bewahren.
Hängematte und Bücher schnappen, ins Wohnzimmer werfen, den Hund packen, ins Auto setzen, losfahren.

Auf 2/3 der Strecke gable ich die drei Grazien auf. Meine 2 Cousinen haben der Dorfhelferin Herzogenburg gezeigt. Ich erzähle ihnen was vorgefallen ist. Meine Cousinen fangen in solchen Momenten immer hysterisch zu lachen an und mir ist danach, ihnen übers Maul zu fahren. Aber dann denke ich mir: "Wurscht. Mich fangts immer zu reißen an, wie einen Lampelschwaf." Jeder hat seinen eigenen Ausdruck von Schock.
Angekommen am großelterlichen Hof, führen wir uns erst mal Zucker in Form von Marillentascherln zu.

Dann ruft der Arzt an. Im Hintergrund höre ich Opa in gewohnter Intensität granteln. Und es beruhigt mich.

Nachdem ich also nichts weiter tun kann, als das zu tun, was ich ohnehin vorhatte, schnappe ich mir den Hund, eine der Cousinen und wir gehen an die Traisen.
Kurzurlaub für die Seele. Kneippkur für die Waden. Wir waten ein bisschen herum und der Hund schwimmt eine Runde.
Doch allzu lange ist nicht Zeit, die Seele baumeln zu lassen. Wir müssen wieder zurück. Ich muss meinen Menschen abholen.

Als wir zurückkommen, finden wir Tür und Tor fest verschlossen. Kein Mensch da. Nur die beiden Hähne und die Henne mit ihren Singerln. Vielleicht noch irgendwo eine Katze.
Nicht gut. Gar nicht gut. Schließlich liegt mein Autoschlüssel am Küchentisch. Fieberhaft arbeitet mein Hirn an B- Plänen. Bis ich auf die glorreiche Idee komme, dass vielleicht in Opas Auto der Schlüssel stecken könnte. Die Chancen an einem normalen Tag stünden 50:50, aber an diesem Tag stehen sie weit schlechter. Aber - Bingo.
Der Schlüssel steckt und auf dem Schlüsselbund ist sogar der Haustorschlüssel.
Ich lasse den Hund bei der Cousine. Und hole meinen Menschen heim.

Als ich wieder komme, hat sich das Rätsel aufgelöst. Die Dorfhelferin wurde kuzerhand zum Ernteeinsatz abgezogen...
Tschiesas.
Was für ein Tag...

Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem muss man es einfach gut sein lassen.
Mit Deinem Atem neben mir, kehrte die Ruhe zu mir zurück und Klarheit.

Plan für heute habe ich keinen.
Alles ist möglich.

Und doch hat der Tag gut begonnen.
Er schickte mir zwar noch keinen Greifvogel. Aber Ordnung in meinem Kopf.
Ich hoffe, dass der Tag so weitergeht. Dass er gut verlaufen möge und für alle, die ich liebe so endet, dass es gut ist.
Amen.

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Montag, 14. Juli 2003
Marillen - Zeit

War gerade bei der Oma.
Das heißt nicht bei der Oma, aber in Omas Garten. Und dort hab ich 9 ganz wuzie kleine Zwerghühner - Singerl besucht.

Und so nebenbei 2 Marillen vom Baum genascht...
:-)))

*mjami*

und dann ist mir noch ein Falke begegnet.
Es wird/ist ein guter Tag!!!

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ich mir mit der brille von vor 20 jahren (zum...
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links und so

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