...plauderseite
Dienstag, 4. Oktober 2005
Mir deucht,

...der Chef schaut heuer öfter als sonst "ganz zufällig" bei mir herein...
Aber das ist schon gut so.
Dann sieht er, dass ich mich doch (wieder) ins Zeug hänge, trotzdem ich schon zig Mal die Flinte in den Hafer geworfen habe. (Oder so...) Aber das weiß er nicht so direkt.

Gestern also, ging ich zum Arzt, um den gelben Schein negieren zu lassen. Es war ein Geschäft wie am Markt und ich wurde gar nicht erst vor gelassen, also sagte mir die Sprechstundenhilfe (welche wieder eine Sandkastenfreundin von mir ist), was ich selbst ohnehin wusste: "Aber xund bist du nu ned!"
Ich lächelte matt: "Aber ich muss heute arbeiten gehen! Bitte! Unbedingt!"
Sie sah mir einen Moment tief in die Augen, als wollte sie prüfen, ob sie das auch verantworten könne, schnaubte und ging zum Chef, um unterzeichnen zu lassen.

Und so war es mir also beschieden, meine erste Theoriestunde zu halten, weswegen ich ja gestern unbedingt arbeiten gehen musste.
Es war, es war - also von meiner Seite aus muss ich ehrlich sagen: Mir hat's gut gefallen. (Obwohl es schon ewig her ist, vor einer "Klasse" unterrichtet zu haben.) Ich fühlte mich einfach wohl, fühlte mich in meinem Element.

Auf dem Heimweg musste ich mich ehrlich fragen, warum ich keine "echte" Lehrerin geworden bin. (Obwohl ich jetzt ja auch schon zur Fr. Fachlehrer avanciert bin...)
Und heute muss ich mich fragen, ob diese Ambivalenz meinem Job gegenüber sich jemals aufheben lässt...

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Donnerstag, 29. September 2005
Mystagog schluckt

...Medikamente.
Das tu ich sonst nie.
Auch der Arzt wird weitgehend gemieden.
Wenn ich mal gehe (ist so eine Vererbungsgeschichte von mütterlicher Seite), dann ist das ein Zeichen, dass ich es alleine wirklich nicht mehr schaffe.

Über die Antibiotika bin ich nicht sehr froh.
Sie machen mich so durstig. Und ich habe das Gefühl, als würde ich sie mit den Unmengen Tee, die ich in mich hinein schütte sowieso gleich wieder ausschwemmen.

Über die Kopfwehtabletten hingegen bin ich überglücklich. Die wurden mir übrigens ungefragt verschrieben.
Onkel Dr. Johnny, der mich kennt, seit ich in die Hosen geschissen habe und der ein Schulfreund meiner Mutter ist, hat es mir offenbar angesehen, dass ich das Gefühl hatte, mir würde bei jedem Huster den ich machte der Schädel zerspringen. - Wenn man Kopfweh nicht kennt ist das der Horror.

Und der Hustensaft - der ist sowieso ganz komisch. Aber offenbar tut er seine Dienste. Er hustet mich. Locker.

Beim Betrachten meines Halses meinte Onkel Dr. Johnny: "Du host an Auswurf, dass se d' Hendln drum raffan, wirum eanan eigenen Dreck."
["Du hast einen Auswurf, dass sich die Hühner darum raufen, wie um ihren eigenen Dreck."]

Das sagt wohl alles.

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Freitag, 23. September 2005
Mystagog auf Wanderschaft

Ob des schönen Wetters heute, ließ ich alles liegen und stehen, und machte mich auf den Weg in die schöne Weite Welt.
Und habe der verehrten Ameisenschaft ein paar Bilder mitgebracht.


Nicht mein erster Zwischenstopp, aber eines der schönsten und gepflegtesten Marterl, das ich kenne.


So sehen die Dinger aus, die manche Menschen anstatt Berlauchs essen, und dann daran sterbseln, wenn man sie auswachsen und blühen lässt. Streng geschützt. Die schönsten Exemplare festgehalten, aber es gab eine ganze Wiese voll davon.


Eine versteckte Schönheit. Meine Mutter und ich wurden uns nicht ganz einig, ob es nun Hibiskus oder Käsepappel ist. Wahrscheinlich ist es Käsepappel. (Oder ist beides das selbe? - Ich und Kräuterkunde...)


Kapelle mit Dachschmuck. Tapfere kleine Birke!


Gefundenes Fressen in Originalverpackung...


...und entpackt. Verzehrt am höchsten Punkt Herzogenburgs. Leider sind die Fotos ins Tal nicht geworden, zu trübe war die Sicht für die Kamera.


Als Dank, dass ich etwas zu Essen gefunden hatte und für die schöne Rast da oben, ließ ich Tabak da. Wenn man beschenkt wird, sollte man nicht vergessen zu danken!

Zwar hatte ich meinen Abstieg, bei dem ich übrigens ein schwarzes Karnickel aufschreckte (und es mich, weshalb ich kein Foto zustande brachte), nicht so geplant, aber auf einmal stand ich mitten in einem Weingarten:


Grüner Veltliner sieht so aus, lange bevor er in die Flasche kommt. (Noch ein wenig säuerlich.)


Und so Frühroter Veltliner. (Da die Traube nicht in der Meische liegen bleibt, ist der Frührote Veltliner im Endeffekt ein Weißwein.) (Schon recht genießbar.)


So sieht Müller - Thurgau, oder auf neu Riesling x Silvaner aus, im Original. (Schon sehr gschmackig!!! da eine relativ frühe Sorte.)


Und das wird mal Zweigelt (die Trauben werden in der Meische liegen gelassen, so nimmt der Saft die Farbe der Schalen an und heraus kommt ein herzhafter Rotwein.) (Nicht verkostet. Der Weingarten war relativ frisch gespritzt - kann man auf den Fotos eh erkennen - [ist jetzt im Frühherbst wichtig, wegen der sonst einsetzenden Fäule] und ich hatte ja schon drei Beeren gekostet. Aber so von außen beurteilt - er darf noch ein wenig reifen.) (Mit Wein kenn ich mich besser aus als mit Kräutern...;-))


Bluzer. (Kürbis.) Hier in NÖ eine relativ "neue" Feldfrucht, bis vor einigen Jahren noch seltsam, jetzt aber neumodern.




Ein sehr wichtiger Platz für mich. Und nicht nur für mich. Vor 30 Jahren wurde da noch hin gewallfahrtet (im Zuge der Feldsegnung). Nachdem man ihn einige Jahre gar nicht beachtet hatte, hat man den Brunnen jetzt aber revitalisiert. Deshalb: Danke!



Gefundenes Fressen Teil II. Die Zwetschken ganz und gar wundervoll im Aroma und trotz wildgewachsen in keiner ein Wurm. Der Apfel war dafür noch etwas resch, aber geschmacklich auch nicht zu vergleichen mit dem, was man an der Obsttheke so kriegt.


Der Brunnen, der mir den Apfel gewaschen hat...


Und der Dank für den schönen Ausflug, für die schöne Rast und das viele Essen, das mir geschenkt wurde. (Meinen Proviant hab ich unangetastet wieder mit nach Hause genommen.)

So!
Ich hoffe, mein Ausflug hat Euch gefallen!
Mir schon.
Ich habe ein bisschen zurück gefunden. Zu mir und meinem Gott.

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